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Der guute Mensch der ergonomischen Ruhe medianet career network MEHR JOBS IM FINANZWESEN Die große Mehrheit der heimischen CFOs plant Einstellung neuer Finanzprofis Seite 85 EINMALIGE CHANCEN NUTZEN! Das Karriere-Erfolgsrezept von Whatchado-Gründer Ali Mahlodji Seite 85 LINDA ZEMANN DURCHBLICKER.AT © Panthermedia/A.Popov © beigestellt INSIDE YOUR BUSINESS. TODAY. FREITAG, 10. JULI 2015 – 83 Profil Anselm Schwade spielt Geige und Querflöte und verkauft gesunde Betten. Seite 84 Karriere mit Kind Ein neuer Investmentfonds unterstützt Eltern bei den Kosten der Kinder- betreuung. Seite 85 © panthermedia.net/Dash ON THE ROAD Immer mehr Entscheider glauben, dass mobile Arbeitsplätze in Bälde das „klassische“ Büro ver- drängen werden. Seite 86 © durchblicker.at KARRIERE Wien. Die Österr. Forschungs- förderungsgesellschaft hat mit Andreas Geisler (47) einen lang- jährigen Teamleiter aus den eigenen Reihen zum neuen Lei- ter der Agentur für Luft- und Raumfahrt in der FFG bestellt. © Foto Wilke ART DIRECTOR (Vollzeit, Festanstellung) Beweirb dich bei: [email protected] Jahresbrutto bewegt sich – abhängig vom Qualifikationsprofil – zw. EUR 35.000,00 & 40.000,00 Was wir dir bieten: - moderner Arbeitsplatz - internationale Projekte - ein fröhliches Team - faire Entlohnung - Fortbildung im Ausland Was du können solltest: - einschlägige Ausbildung - mehrjährige Agenturerfahrung - interesse an Industriethemen www.sps-marketing.com Training 210 x 148mm FRÜCHTE ERNTEN Mit pma/IPMA ® -Zertifizierungen! Termine & Anmeldungen zu den kostenlosen Infoveranstaltungen unter www.p-m-a.at/zertifizierung © guut, das Bett

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Page 1: career 1007

Der guute Mensch der ergonomischen Ruhe

medianet

careernetworkMEHR JOBS IM FINANZWESEN

Die große Mehrheit der heimischen CFOs plant Einstellung neuer Finanzprofis Seite 85

EINMALIGE CHANCEN NUTZEN!

Das Karriere-Erfolgsrezept von Whatchado-Gründer Ali Mahlodji Seite 85

LINDA ZEMANN

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inside your business. today. freitag, 10. Juli 2015 – 83

Profil Anselm Schwade spielt Geige und Querflöte und verkauft gesunde Betten. Seite 84

Karriere mit Kind Ein neuer

Investmentfonds unterstützt Eltern bei den Kosten der Kinder­

betreuung. Seite 85

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ON THE ROAD

Immer mehr Entscheider glauben, dass mobile Arbeitsplätze in Bälde das „klassische“ Büro ver-drängen werden. Seite 86

© durchblicker.at

KARRIERE

Wien. Die Österr. Forschungs­förderungsgesellschaft hat mit Andreas Geisler (47) einen lang­jährigen Teamleiter aus den eigenen Reihen zum neuen Lei­ter der Agentur für Luft­ und Raumfahrt in der FFG bestellt.

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ARTDIRECTOR (Vollzeit, Festanstellung)

Beweirb dich bei: [email protected]

Jahresbrutto bewegt sich – abhängig vom Qualifi kationsprofi l –zw. EUR 35.000,00 & 40.000,00

Was wir dir bieten:- moderner Arbeitsplatz- internationale Projekte- ein fröhliches Team- faire Entlohnung- Fortbildung im Ausland

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© guut, das bett

Page 2: career 1007

Wien. Seit rund zwei Jahren agiert Anselm Schwade als Chef der Wie-ner Betten-Manufaktur guut.

„Wer schlafen kann, darf glück-lich sein“, zitiert er zu Beginn des medianet-Gesprächs Erich Käst-ner. Dazu bedarf es eines ergo-nomisch perfekt und intelligent geformten Bettes – und damit, bringt es Schwade auf den Punkt, eines Liegesystems von guut: „Die schraubenlosen, aus heimischen Hölzern im Mühlviertel handgefer-tigten Betten und die mehrschich-tigen, am Wiener Wallensteinplatz handgenähten Matratzen garantie-ren höchste Schlafqualität!“

Schlaf klingt wie Musik

Schon der lang gedehnte Name „guut“ klingt wie ein Stück Musik und verkörpert Schwades Pro-gramm: „Bewusst spiegelt er jenen

Wohlfühl- und Entspannungsfak-tor wider, der sich sofort einstellt, wenn man in einem unserer Betten liegt. Betten sind slow living und damit bewusste Entschleunigung, denn guter Schlaf ist genauso wichtig wie gesundes Essen.“

Deutlich weniger wichtig ist Schwade das „klassische Karrie-redenken“: „Das liegt etwas außer-halb meiner Welt: Ich mache Din-ge, von denen ich überzeugt bin, die ich für sinnvoll halte und von denen ich gut leben kann. So ge-

sehen habe ich wenig Ideen dazu, welches die richtigen Bausteine für eine Karriere sein könnten.“

Schwade hat auch schon Jobs aufgegeben, „in denen ich vor Jah-ren mehr verdient habe als heute, weil sie mir keinen Spaß gemacht haben, aber vor allem: weil ich kei-nen Sinn darin sehen konnte.“

Was aber wirtschaftlichen Er-folg durchaus nicht grundsätz-lich verhindert: „Ich habe die Er-fahrung gemacht, dass ich noch jedes Mal das für meine Projekte notwendige Geld aufgestellt habe, wenn mir die Dinge wirklich wich-tig waren. Der Dreh- und Angel-punkt dabei: Ich muss es wirklich

wollen – ein ,Ich hätte gern …‘ ist zu wenig!“

Handarbeit, Regionalität und Nachhaltigkeit heißen die Prin-zipien, die Schwade bei guut re-alisiert. Verarbeitet werden nur heimische Laubhölzer, weil sie härter sind als Nadelhölzer und sich daher ideal für die innova-tiven, schraubenfreien Holz-Steck-Verbindungen der guut-Betten eig-nen. Diese ermöglichen Auf- und Abbau in Minutenschnelle – ohne Werkzeug. Hergestellt werden die guut-Betten nach dem Prinzip des Goldenen Schnitts in der Tischlerei von Alois Füchsl in Mühlviertel.

Guut ist wirklich wichtig

Auch die guut-Matratzen werden in Handarbeit gefertigt: in der Wie-ner Werkstatt am Wallensteinplatz. „Maßarbeit und Sonderwünsche ge-hören bei uns zum guten Ton“, ver-spricht Schwade. guut-Matratzen sind aus einzelnen Schichten auf-gebaut und dadurch variabel und einfach zu handhaben. „Das ermög-licht es, Einzelelemente zu verän-dern, zu ergänzen und zu reinigen.“

Für Matratzen, Pölster, Decken und Bettwäsche werden ebenfalls nur natürliche Materialien verwen-det: reiner Naturlatex, latexierte Kokosfaser, Bio-Baumwolle, Ross-haar, Dinkelspelzen, Hirsespelzen, Latexflocken, Kapok, Wildseide, (Schur-)Wolle, Wollfilz und Baby-kamelflaumhaar, ohne dass dem Kamel auch nur ein einziges Haar gekrümmt wird. „Schon aufgrund meines katholischen Elternhauses gab es einen starken Zug ins Sozi-ale“, lächelt „Guut-Mensch“ Schwa-

de. „Ich glaube an die unsichtbaren Verbindungen hinter den Dingen und an das Guute im Menschen!“ Und an die Vielfalt: „Ich habe mir einfach alles angeschaut und so viel möglich ausprobiert. So suchte eine Freundin meiner Eltern einen neuen Geigenschüler für ihre Lehrerin. Als mich meine Eltern fragten, ob mich das interessieren könnte, habe ich natürlich sofort zugesagt. Auf diese Weise habe ich als Kind Geige und Querflöte gelernt, habe gemalt, gebastelt,

gekocht, gebacken, gestrickt und genäht, was für Burschen in dieser Phase ihres Lebens vielleicht eher unüblich ist …“

Aus diesen vielfältigen Ansät-zen hat sich wie ein geflochtenes Band der rote Faden entwickelt, der Schwades „Career“ so lebendig und spannend gestaltet hat: „Mal war die Kunst oben, mal das Sozi-ale, mal das Handwerk. Im Laufe der Jahre habe ich mich mit meiner Vielseitigkeit versöhnt. Ich habe begriffen, dass all die unterschied-lichen Dinge, die ich gemacht habe, sich gegenseitig ergänzen: Keine einzige meiner Erfahrungen war umsonst!“

84 – careernetwork Career portrait Freitag, 10. Juli 2015

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Anselm Schwade ist ein wirklich guuter Mann

Der 49jährige Querflötenlehrer, Restaurator und Tischler verkauft hochwertige Matratzen und Liegesysteme, die von Hand und nach Maß aus besten, natürlichen Materialien hergestellt werden.

10 FragenaN aNSeLM SCHWaDe

Als Kind wollte ich immer schon … … klare Ziele haben. Ich habe tatsächlich jene Schulkollegen beneidet, die sich für nur eine Sache begeistert konnten.

Erfolg ist … … wenn die Dinge lebendig bleiben und sich weiterentwickeln, … wenn sie gedeihen, wachsen und Früchte tragen, … wenn dabei der Spaß an der Sache über lange Strecken erhalten bleibt, … wenn die Geschichten einen Sinn ergeben und sie die Welt, in der wir leben, ein kleines bisschen besser machen.

Für die Karriere ist wichtig … … Ich glaube, dass sich das Potenzial für einen erfolgreichen Lebensweg aus der Energie speist, die man in die Dinge steckt, die man tut.

Mein Lebensmotto: Umwege erhöhen die Ortskenntnis. Mich hat Zeit meines Lebens so ziemlich alles interessiert, was mit schönen Dingen zu tun hatte – ob Kunst, Musik, Architektur oder Fotografie war mir ganz egal.

Jungen Menschen würde ich raten … … vieles auszuprobieren und vor allem die Sachen zu machen, die ihnen Freude machen und an die sie glauben. In den 80er-Jahren hieß das Motto: Follow your heart, und bis heute gibt es wohl keine bessere Umschreibung dafür.

Die Bedeutung von Geld ist: … vollkommen überschätzt.

Ein Buch, das mich berührt hat: … „Kruso“ von Lutz Seiler.

Wohin ich unbedingt reisen möchte … Zum Gleitschirmfliegen in die Dolomiten.

Woran ich glaube … Wenn ich es mir genau überlege: an die Unsterblichkeit der Seele.

In 20 Jahren werde ich … … hoffentlich noch mindestens genau so neugierig, lebendig und interessiert sein wie heute.

„Tradition trifft

Innovation, lautet

unser Credo.“

ANSELM SCHWADE

„Guter Schlaf ist

der direkte Weg

zum Glück.“

ANSELM SCHWADE

zur pErSoN

Anselm Schwade (geb. am 28.12. 1965) arbeitete im Bundesdenkmalamt an der Festigung gotischer Fresken wie auch bei der Restaurierung von Kirchen-fassaden in der Wachau mit. Später studiere er Querflöte – danach war er zunächst Angestellter der Flötenwerkstatt Wien und anschließend Querflötenlehrer im Waldviertel. Heute widmet er sich ganz der Gestaltung des guuten Schlafs.

zuM uNTErNEHMEN

Gegründet 1999 unter dem Namen lucas_bett & raum von Lucas Stürzenhofecker, der in einem Kellerlokal Matratzen genäht hat. 2003 fand er das Lokal am Wallensteinplatz: ein aufgelassenes Bastelgeschäft, fortan Werkstatt und Schauraum. Neben Matratzen entstanden bald auch die ersten eigenen Betten, seitdem entwickeln sich die Modelle kontinuierlich weiter. 2013 fasste der Gründer den Entschluss, andere Wege zu gehen zu wollen, und weil Gutes einfach weiter beste-hen sollte, wurde daraus guut. „Heute wie da-mals heißt das: gut in aller Konsequenz und bis ins letzte Detail“, sagt Anselm Schwade. www.guut.at

pAuL CHrISTIAN JEzEK

Anselm Schwade mit Tischler Alois Füchsl (und unten mit einem Mitarbeiter), der die Betten für guut produziert.

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careernetwork – 85PERSONAL & MANAGEMENT/AUS- & WEITERBILDUNGFreitag, 10. Juli 2015

Patrick Bauer

LeasePlan

Patrick Bauer (45) über-nimmt die Funktion des

Operations Director bei LeasePlan Öster reich. Bauer hat mehr als zwei Jahrzehnte Führungs-erfahrung bei Coca-Cola und war zuletzt bei IBM im Bereich Global Business Service tätig.

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Birgit Fux

Henkel CEE

Birgit Fux (42) hat die Ös-terreich-Ver-triebsleitung

für den Geschäftsbereich Laundry & Home Care der Henkel CEE übernom-men. Die gebürtige Wie-nerin steuert damit den Verkauf von Marken wie Persil, Silan, Pril, Fewa, Blue Star oder Somat.

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Jan Rosinski

CBRE

Jan Rosinski (42) ist als neuer Mit-arbeiter im

Asset Services Team von CBRE tätig. Sein Haupt-aufgabengebiet liegt im Property Management, darüber hinaus unter-stützt er den Bereich Business Development mit Marktrecherchen.

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Ejobbörse

Die Auf- und Umsteiger der Woche im Kurz- porträt.

Linda Zemann

durchblicker.at

Linda Ze-mann (35) war u.a. bei der Erste

Bank und Sparkassen-gruppe und zuletzt bei wogibtswas.at tätig und ist nun bei durchblicker.at für die Weiterentwick-lung des Servicebereichs und die Leitung des Ser-vice-Teams zuständig.

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Weltneuheit Ein Fonds als innovative Karriereinvestition: bis zu 500 € pro Kind und Monat für die Betreuung

Leichter Karriere mit KindWien. Laut Statistik Austria ist die Betreuung von Kindern oder Fa-milienmitgliedern der häufigste Grund, warum eine große Anzahl der Österreicher Teilzeit (27,9%) arbeitet.

„Viele wollen gar keine Karriere machen – das ist auch vollkommen legitim. Wenn aber jemand trotz Betreuungspflicht bei seiner Kar-riere Vollzeit durchstarten will, soll’s nicht am Finanziellen schei-tern“, meint Peter Bosek, Privat-kundenvorstand der Erste Bank. Besonders Frauen arbeiten Teil-zeit: 2014 waren 8 von 10 Teilzeit-kräften weiblich. Laut einer Studie von Erste Bank und Integral den-ken allerdings vier von fünf Öster-reichern, dass Teilzeitkräfte nicht dieselben Karrierechancen haben, wie Vollzeitarbeitende.

Wie bei einem Start-up

Fast ein Drittel der Befragten glaubt nicht, dass eine Karriere mit einem kleinen Kind möglich ist – hauptsächlich deshalb, weil die Zeit nicht ausreicht oder die Belastung von Betreuung und Job zu groß ist. „Teilzeitarbeit heißt gleichzeitig dann auch im Alter weniger Pension“, sagt Natalia Corrales-Diez aus dem Social Ban-king der Erste Bank. Eine gute und sichere Kinderbetreuung könnte Frauen dazu verhelfen, wieder ra-scher in den Vollzeitjob zurückzu- kehren, davon sind 80% der Öster-reicher überzeugt.

„Die Idee ist dabei ähnlich wie bei einem Start-up: Der Geldgeber

investiert in ein Vorhaben und be- teiligt sich dafür an seinem Erfolg“, erklärt Bosek.

Der Fonds investiert in Mütter oder Väter, die sich die Kinder-betreuung nicht leisten können, aber Vollzeit im Job durchstarten möchten. Die Voraussetzungen für die Förderung sind gute Karrie-reaussichten, die Persönlichkeiten und das Engagement. Der mög-liche Investitionsrahmen: bis zu 500 € pro Kind und Monat für die Betreuung. Eine Bürgschaft oder Besicherungen sind nicht nötig. Im Gegenzug beteiligt die Mutter oder der Vater den Fonds „Fund of

Excellence“ am zukünftigen Ein-kommen: Der Fonds wird für einen vorher vereinbarten Zeitraum und Prozentsatz am Einkommen be-teiligt. Die Vereinbarung kommt erst zum Tragen, sobald die/der Geförderte mehr als 1.200 € brut-to verdient. Rutscht das Einkom-men wieder unter die 1.200 €, sei es durch Arbeitslosigkeit oder neuerliche Karenzzeiten, setzt die Beteiligung aus. Das Risiko der In-vestition liegt schlussendlich beim Fonds „Karriere mit Kind“, nicht bei den Geförderten. Das Modell wird individuell nach Vorhaben der Mutter oder des Vaters berech-

net und orientiert sich an der Inve-stitionssumme, Branche, Vertrags-dauer usw. Der Prozentsatz bleibt über den vereinbarten Zeitraum immer gleich. „Das gemeinsame Ziel der Geförderten und der Bank ist, dass ein guter Job und eine gute Bezahlung mit Gehaltssprün-gen dabei rausschaut“, beschreibt Corrales-Diez das Produkt.

Der Fonds Fund of Excellence ist als Alternativer Investmentfonds mit der Erste Bank Oesterreich, der Erste Stiftung sowie der Wie-ner Städtischen als Gesellschafter registriert. Das Risikomanage-ment wird durch die Streuung der Investments in unterschiedliche Branchen sowie durch Ablebens-versicherungen für die Geförderten sichergestellt. (pj)

Der neue „Fund of Excellence“ der Erste Bank investiert in Eltern, die beruflich avancieren möchten.©

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Ein neuer Investmentfonds unterstützt Eltern bei den Kosten der Kinderbetreuung.

Aktuelle Studie Zuversicht in Bezug auf die Wachstumsperspektiven in Österreich für das kommende Jahr

Finanzabteilungen nehmen mehr PersonalWien. Der Finanz- und Rechnungs-wesenbereich hebt sich von den niedrigen Wachstumserwartungen positiv ab: Die große Mehrheit der österreichischen CFOs (78%) plant im zweiten Halbjahr die Einstel-lung neuer Finanzprofis. Das zeigt die aktuelle Arbeitsmarktstudie des Personaldienstleisters Robert Half, an der 100 CFOs in Österreich teilnahmen.

Knapp ein Drittel (31%) der be-fragten Finanzveranwortlichen will innerhalb der nächsten sechs Monate neue Stellen schaffen. Da-mit wird in 5% mehr Unternehmen als noch vor zwei Jahren die Fi-nanz- und Rechnungswesenabtei-lung aufgestockt.

Zudem will fast die Hälfte der Befragten (47%) bis zum Jahres-

ende frei gewordene Stellen neu besetzen.

Der stärkste „Motor“

Die Einstellungsabsichten sind an erster Stelle auf neue Projekte (68%) zurückzuführen, gefolgt von der Erschließung neuer Märkte (35%) und dem Geschäftswachstum (32%), das vor zwei Jahren mit 62% noch der wichtigste Grund für den Personalausbau war.

Übrigens: Die CFOs erwarten mit großer Mehrheit (80%) eine positive Wirtschaftsentwicklung.

Im Hinblick auf das Wachstum des eigenen Unternehmens sind die befragten Finanzleiter mit 92% Zuspruch sogar noch zuversicht-licher. (pj)

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Die österreichischen Finanzabteilungen werden kontinuierlich weiter aufgestockt.

Erfolgsrezept von Ali Mahlodji, Whatchado

Wien. „Finde heraus, was dich interessiert und setze alles daran, es zu erreichen, ohne andere dabei zu verletzen – oh-ne Ellenbogen!“ So brachte Ali Mahlodji sein Erfolgsrezept auf den Punkt. Der 33-Jährige hatte Dutzende Jobs, bis er seinen Kindheitstraum – die Gründung der Plattform Whatchado – ver-wirklichen konnte.

Die meiste Kommunikation über Berufe findet seiner Mei-nung nach völlig falsch statt. „Es wird dabei suggeriert, dass es nur einen Weg nach oben gibt, nämlich über die klas-sische Karriereleiter“, erklärt Mahlodji. „Das stimmt aber nicht. Entscheidend ist, einma-lige Chancen zu erkennen und diese zu nutzen.“ (pj)

Santander mit neuem Traineeprogramm

Wien. Im Oktober startet die Santander Consumer Bank ihr neues Traineeprogramm für Schulabsolventen mit Matura. Die Bank bietet zehn jungen Ta-lenten die Möglichkeit, ins Un-ternehmen einzusteigen und ei-ne zweijährige praxisorientierte Ausbildung zum Juniorberater im Filialvertrieb zu absolvie-ren. Dabei lernen die Berufsein-steiger durch „training on and off the job“ alle Facetten des Filialbetriebs und Konsumkre-ditgeschäfts kennen.

Insgesamt betreibt Santan-der 29 Filialen österreichweit. Zu den Hauptaufgaben eines Juniorberaters zählen die Bear-beitung von Kundenwünschen und Betreuung von Servicekun-den sowie bereits – in einem geringen Ausmaß – Verkaufs-gespräche. (pj)

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Whatchado-Gründer Ali Mahlodji konnte seinen Traum verwirklichen.

Ausbildungsinitiative zum Aufbau von Juniorberatern im Filialvertrieb.

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Laut Statistik Austria ist die Erwerbsbeteili-gung in den letzten 10 Jahren angewachsen, insbesondere bei Frauen (von 59 auf 66%). Gleichzeitig ist die Teilzeitquote aber ange-stiegen, bei Frauen um rund 9 und bei Män-nern um 6%. 2014 waren 8 von 10 Teilzeit-kräften weiblich. Als Grund für die Teilzeitarbeit geben haupt-sächlich Frauen (38,1%) im Vergleich zu Männern (3,8%) an, dass sie kleine Kinder oder Familienmitglieder betreuen müssen.Österreich zählt zu den Ländern, die eine hohe weibliche Erwerbsbeteiligung wie auch eine hohe Teilzeitquote aufweisen. Die Teil-zeitquote der Frauen war nur in Deutschland (47%) und den Niederlanden (76,8%) noch höher als in Österreich (46,9%) – der euro-päische Durchschnitt liegt bei 32,9%.

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Wien. Rund 40% der Entscheider in Unternehmen sind überzeugt: Mo-bile Arbeitsplätze verdrängen das klassische Büro. Das ist das Ergeb-nis einer aktuellen Untersuchung über das Arbeiten im 21. Jahr-hundert, die Crisp Research im Auftrag von Citrix in der D-A-CH- Region durchführte.

Die Beweggründe dafür sind vielfältig: Für 46% der Befragten wird der Trend insbesondere durch die Verfügbarkeit mobi-ler Endgeräte, Technologien und Cloud-Services vorangetrieben. Auch strukturelle Veränderungen

wie Globalisierung (43%), demo- grafischer Wandel (39%) und Work-Life-Balance (38%) geben dem Wunsch nach flexiblen Arbeits-formen Schubkraft.

Bei der Entwicklung neuer Ar-beitsplatz- und Mobilitätskonzepte sind externe IT-Lösungsanbieter laut Studie die gefragtesten Ideen- und Impulsgeber. Etwa 42% der Befragten erklärten, dass Anbieter für Hardware, Software und Ser-vices rund um den Arbeitsplatz wichtige Denkanstöße bei der Aus-gestaltung geben. Demgegenüber spielen Architekten (7%), Berater (10%) oder Facility Manager (19%) nur eine Nebenrolle.

Bei der konkreten Umsetzung von Mobilitätskonzepten investieren Unternehmen besonders intensiv in die Anpassung der Security-Dienste für den mobilen Einsatz (45%), die „Cloudifizierung“ der Infrastruktur (38%) sowie ein ganzheitliches Ma-nagement der IT-Arbeitsplatzum-gebung (35%). Auch andere Aspekte wie etwa die Erweiterung der End-gerätelandschaft, die Optimierung der User Experience und die Ein-führung neuer Collaboration-Ser-vices wird etwa von einem Drittel der Unternehmen mit hohen Bud-gets vorangetrieben.

Cloud Services (SaaS oder PaaS) spielen bei der Flexibilisierung und

Optimierung der Infrastrukturen eine wichtige Rolle. Bislang setzen gut 40% der Unternehmen zumin-dest teilweise auf cloudbasierte Anwendungen; laut Studie wollen künftig 78% der Unternehmen auf derartige Services zurückgreifen.

Vor dem Hintergrund hoher In-vestitionskosten verwundert es je-doch, dass jedes fünfte Unterneh-men (21%) zu Protokoll gab, keiner-lei Erfolgsmessung im Rahmen der Projektierung neuer Arbeitsplatz-konzepte durchzuführen.

Mobil sein – aber wie?

Bei der konkreten technischen Umsetzung mobiler Arbeitsplatz-modelle sind den Befragten eine hohe Netzqualität und schnel-le Anbindung besonders wichtig (65%), gefolgt von Teamwork- und Collaboration-Services (62%) sowie der einfache Zugang zu relevanten Tools und Daten (60%).

Auch die Verfügbarkeit mobiler Endgeräte (57%) und die Ausstat-tungsqualität dieser Geräte (58%) sind für die Auskunftgeber Grund-voraussetzung für den Aufbau mo-biler Arbeitsplatzkonzepte.

Doch knapp ein Drittel der be-fragten Unternehmen (29%) hängt insbesondere bei der Verfügbarkeit mobiler Endgeräte noch stark hin-terher. Nachholbedarf gibt es auch bei der Einführung von Teamwork und digitaler Collaboration (21%).

Deutlich weiter vorangeschrit-ten sind hingegen Maßnahmen für eine hohe Netzqualität (49% erfüllt oder komplett erfüllt) und zur Be-reitstellung der relevanten Tools, Anwendungen und Daten (45% er-füllt oder komplett erfüllt).

Mehr Kundennähe

Mehr als die Hälfte der Unter-nehmen (56%) erwartet sich durch die Einführung moderner IT-Ar-beitsplätze einen hohen bis sehr hohen Wertbeitrag. Dabei stehen für sie die betriebswirtschaftlichen Ziele klar im Vordergrund: Neben der Steigerung der Mitarbeiterpro-duktivität (39%) erhoffen sie sich eine Verbesserung der Kundennähe (31%) sowie Kosteneinsparungen bei Immobilien (29%).

Die Förderung von Kreativität (25%) und Teamarbeit (19%) spie-len ebenfalls bei jedem vierten bis fünften befragten Entscheider eine wichtige Rolle.

Die IT als „Macher“

Für einen Großteil der befragten Entscheider sind die IT- (62%) und Personalabteilung (52%) zentrale Umsetzer mobiler Arbeitsplatzkon-zepte. Die Befragten aus IT-Abtei-lungen betrachten sich selbst aber auch als proaktive Ideengeber und Planer (55%) derartiger Konzepte. Business-Entscheider beschränken die IT hingegen auf ihre Umset-zungsaufgaben (57%); nur 29% sind der Meinung, dass sie auch plane-rische Aufgaben übernehmen kann.

Gerade Firmen mit vielen jünge- ren Arbeitnehmern erhoffen sich von mobilen Arbeitsplatzkonzepten ein besseres Teamwork und eine ausgeglichener Work-Life-Balance (44% Zustimmung), Firmen mit äl-teren Arbeitnehmern stimmen dem nur in 31% der Fälle zu. Die Studie zeigt zudem, dass der Wunsch nach Home Office und der Arbeit in Co-Working Spaces zunehmend an Bedeutung gewinnt.

Kreation trifft Strategie.

Ausbildung

• BachelorinAdvertising&BrandManagement

Fachlehrgang für Marktkommunikation

• BachelorinGraphicDesign

Fachausbildung für Grafikdesign

• Designfabrik

Basislehrgang für Design & Kreation

Berufsbegleitende Weiterbildung Diplomlehrgänge

• Eventmanagement

• MarketingManagement

• Kommunikationsmanagement

• E-CommerceManagement

• OnlineMarketing

• SocialMediaManagement

• Mediaplanung

• DesignundNarration

Storytelling in interaktiven Medienformaten

Kompaktkurse & Workshops

• CharityEvents–Fundraising&Eventmarketing

• OnlineMarketingkompakt

• SocialMediakompakt

• DramaturgieinderWerbung

Visitusonwww.werbeakademie.atandjoinusonwww.facebook.com/WerbeAkademie

WAK_2015_Werbeakademie_Medianet_216x288_Korr01.indd 1 30.06.15 09:41

PERSONAL & MANAGEMENT Freitag, 10. Juli 201586 – careernetwork

Herausforderungen Besonders von Bedeutung sind im internationalen Trend adäquate Kundennähe und die Steigerung der Mitarbeiterproduktivität

Der feste Arbeitsplatz stirbt ausImmer mehr Entscheider glauben, dass mobile Arbeitsplätze das „klassische“ Büro verdrängen.

Bei mobilen Arbeitsplatzkonzepten steht und fällt alles mit der IT-Infrastruktur.

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PAUL CHRISTIAN JEZEK

Page 5: career 1007

careernetwork – 87Freitag, 10. Juli 2015 JUBILÄUM

Gratulationen zum Jubiläum Statements von Bodo Schlegelmilch, Alfred Wurmbrand, Valerie Höllinger, Alexander Petsche u.a.

„Nicht mehr wegzudenken!“careernetwork ist die Plattform für Trends und News rund um Aus- und Weiterbildung, Personal & Management.

„Wer wissen will, was Österreichs Wirt-schaft bewegt, kommt an medianet nicht vorbei. 2.000 Ausgaben, gefüllt mit aktu-ellen Branchennews und spannenden Hin-tergrundstories, ergeben 2.000 mal das idea-le Umfeld, um Bildungsthemen seriös an die Wirtschaftscommunity zu transportieren.Das BFI Wien ist stolz, ein kleiner Teil die-ser Erfolgsgeschichte zu sein. Wir möchten uns für die langjährige Partnerschaft bedanken und wünschen dem gesamten medianet-Team weiterhin viel Erfolg und alles Gute für die nächsten 2.000 Ausgaben!“

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„Die Idee war außergewöhn-lich: In ausgewählten Bran-chen in die Tiefe zu gehen, an-statt als weiterer Bauchladen ‚More of the same‘ zu bieten. Umfang und Intervall der Be-richterstattung sind einmalig und eine tolle Chance!“

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„Im Namen des gesam ten WU Executive Academy-Teams gratuliere ich medianet ganz herzlich zur 2.000sten Ausgabe. Heute ist medianet als eines der führenden Online-Wirt-schaftsportale elementarer Bestandteil der österreichi-schen Medienlandschaft und versorgt über seine umfangreichen Themen- kanäle die Unternehmen mit den wichtigsten B2B-News. Ich bin sehr stolz darauf, dass wir einen Großteil des Weges gemeinsam gehen durften, und bedanke mich für die hervorragende Zu-sammenarbeit der letzten Jahre. Ad multos annos!“

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„Im Business to Business- Bereich ist medianet eine wertvolle Quelle für Bran-chennews, da es 2 x wö-chentlich mit top aktuellen Informationen erscheint. Das attraktive Online-Portal ermöglicht einen guten Überblick über interessante Spezialthemen und liefert rasch seriöse Fachinforma-tionen auf ansprechende Weise. Wir gratulieren medianet ganz herzlich zur 2.000er-Ausgabe und freuen uns auf die nächsten 2.000!“

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„Als stark expandierendes Franchiseunternehmen im Pflegebereich ist medianet für uns ein sehr interes-santes Medium. Da es neben Karriere und Gesundheit auch weitere Branchen gut abdeckt, ist es nicht mehr aus der österreichischen Wirtschaftsbericht- erstattung wegzudenken.“

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